Verbrennung salzhaltiger Abwässer
Für salzhaltige Abwässer kommt die SELAS-LINDE / T-THERMAL eigene Sub-X® Technologie zum Einsatz.
Brennbare Schadstoffe werden ggf. zusammen mit Stützbrennstoff über den abwärts feuernden Hauptbrenner aufgegeben und zusammen mit Luft verbrannt.
Die nicht brennbaren, salzhaltigen Abwässer werden unterhalb des Hauptbrenners in die vertikal angeordnete adiabate Brennkammer mit Hilfe von Zerstäuberlanzen eingedüst.
Durch die hohen Verbrennungstemperaturen entsteht eine Salzschmelze, die an der Feuerfestauskleidung der Brennkammer nach unten fließt. Diese Salzschmelze wird im Quenchtank, der direkt unterhalb der Brennkammer angeordnet ist, abgeschreckt. Die heißen Rauchgase werden durch ein Tauchrohr in den Quenchtank geleitet, wo sie auf Sättigungstemperatur abgekühlt werden. Der Quenchtank dient dabei gleichzeitig als Vorwäscherstufe zur Entfernung von sauren Rauchgaskomponenten und Feststoffen, wie z.B. salzhaltigen Stäuben. Dabei wird ein salzhaltiges Abwasser ausgeschleust.
Die Feinreinigung der Rauchgase auf die entsprechenden Emissionsgrenzwerte erfolgt in nachgeschalteten Wäscher- oder Filterstufen.
Durch nahezu vollständige, hochturbulente Verbrennung bei hohen Temperaturen und entsprechender Verweilzeit wird ein sehr hoher Zerstörungsgrad der Schadstoffe erzielt.
Die adiabate Brennkammer wird vertikal angeordnet und von oben her befeuert, sodass die Salzschmelze ungehindert abfließen kann. Die Feuerfestauskleidung wird unter Berücksichtigung der aggressiven Rauchgasatmosphäre und möglicher Taupunktskorrosion an der Brennkammerblechwand speziell ausgewählt. Im Sub-X® Quenchtank weden die heißen Rauchgase innerhalb von Millisekunden gequencht und somit die Rückbildung von Dioxinen und Furanen unterdrückt.
Durch optimierte Steuerung des Verbrennungsprozesses wird ein hoher Umsatz der halogenierten Kohlenwasserstoffe zu den entsprechenden Halogenwasserstoffen erzielt und damit die freien Halogene minimiert. Der Quenchtank hat eine zusätzliche Sicherheitsfunktion gegen Überhitzung nachgeschalteter Anlagenteile bei Ausfall der Wasserzufuhr.
Beispiel 1
HOVIONE, Loures
1.000 kg/h organische Flüssigrückstände mit bis zu 2,5% Natrium- und
Kalium-Salzen, sowie bis zu 2 % Iod-und Chlor-haltigen Verbindungen |
| 5 t/h Sattdampf (10 barü) |
| 2-stufige Wäsche zur Staubabscheidung |
| 155 kg/h NaI-Lösung (8%-ig) |
| entsprechend EC Directive 94/67/EC |
| Engineering, Materiallieferung, Montage- und Inbetriebnahmeüberwachung |
Beispiel 2
UCB, Shanghai
3.000 kg/h wässrige Rückstände mit bis zu 5% Natrium-Salzen, sowie
Schwefelverbindungen 500 Nm³/h explosive Abgase (Zone 0) |
| 6 t/h Sattdampf (10 barü) |
| Trockensorption zur Staubabscheidung |
| Engineering, Materiallieferung, Montage- und Inbetriebnahmeüberwachung |
Beispiel 3
CHEMINOVA, Lemvig
1.000 kg/h flüssige Rückstände mit bis zu 30% anorganischen Salzen, sowie Chlor-, Phosphor- und Stickstoff-Verbindungen
5.000 Nm³/h Abgase |
| 2-stufige Wäsche zur Staubabscheidung |
| Engineering, Materiallieferung, Inbetriebnahmeüberwachung |
Beispiel 4
GUERBET, Lanester
| 2.000 kg/h flüssige Rückstände mit bis zu 3% Natrium-Salzen, sowie Iod-Verbindungen |
| 2-stufige Wäsche zur Staubabscheidung |